Taunus Metal :: Elvenpath - "Spyrol" - Album 2008
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Elvenpath - "Spyrol" - Album 2008

 
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BeitragVerfasst am: 14.11.2008 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

ELVENPATH - SPYROL - 2008


Sie haben fertisch . Endlich wurde das langerwartete Album der Frankfurter Power Metal Band ELVENPATH namens „Spyrol" ans Tageslicht gehievt . Eins vorweg . Ich hatte ja bereits die Gelegenheit das gleichnamige Demo vor einiger Zeit zu besprechen . Daher habe ich hier auf eine Neubeurteilung der darauf enthaltenen Songs „Burning Skies" und „Priests of War" verzichtet und diese einfach aus der damaligen Rezension übernommen . „Northern Son" , ebenfalls schon auf dem Demo , habe ich um einen geringfügen Kommentar erweitert .

Der Opener „Burning Skies" schiesst nach einem Kurzintro , bestehend aus dem Lärm eines startenden Flugzeugs und einem Rob Halford - ähnlichen Urschrei von Sänger Tim Zahn , mit Volldampf in die Gehörgänge . Die Double Bass Attacken von Drummer Markus Weitzel treiben den Song , unterstützt vom Rest der Instrumentalisten , in Geschwindigkeitsgefilde , die in den Ursprungszeiten des Heavy Metal noch in die Kategorie Speed eingeordnet wurden . Das Stück besitzt eine fantastische Melodiestruktur . Der langsam eingeleitete Mittelpart , indem sich Gitarrist Till Oberboßel und Gitarristin Anastasia Schmidt hervorragend ergänzen , baut sich behutsam aber stetig durch harmonische Klänge auf um dann wieder straight ins kontrolliert rasende Grundgerüst überzugehen . Der Refrain und die davor einleitende Brücke im stampfenden Power Metal - Stil bleiben schon nach dem ersten Durchlauf hängen und dürften somit gerade live für ordentlich Stimmung sorgen .

Weiter geht's mit „Priests Of War" , einem wiederum sehr genialen Stück , welches im Midtempo durch Iron Maiden - lastige Melodielines eingeleitet wird . Diese verstummen nach kurzer Zeit um dann nur noch durch Bassist Christian Flindt und Weitzel's Drums den Rhythmus vorzugeben , auf dem vorrangig Fronter Tim durch seine cleanen Vocals eine gewisse Spannung aufbaut . In der zweiten Strophe schaltet sich zusätzlich und nacheinander die Klampfenfraktion , zwar dezent aber sehr wirkungsvoll , mit ein und erhöht klanglich den Druck mit dem man sich nun auf den Chorus hinarbeitet . „Priests Of War" , toniert durch die gesamte Band , schallt es aus den Boxen und animiert die Fäuste in die Luft zu reissen um kraftvoll mitzugröhlen . Anyway ... In der Folge geben nun beide Gitarristen endgültig ihre Zurückhaltung auf und schieben den Song während der dritten Strophe durch markante Riffs unaufhörlich nach vorn . Nach dem Refrain liefern Till und Anastasia dann im Mittelpart mit Gänsehaut - Leads ein fantastisches Duell , welches nicht durch Egotrips der Musiker glänzt sondern durch die Einheit und Homogenität vollends überzeugt . Abschliessend darf dann wieder den Kriegspriestern im Chorus gehuldigt werden .

„The Mask Of Sorrow" bietet 'ne musikalisch zurückhaltendere melodische Einleitung ,  steigert sich auch während der gesamten Spielzeit nicht wesentlich und bewegt sich zumeist sehr eingängig im Midtempobereich . Erwähnenswert : Tim Zahn's Leadvocals die dem Song einen ganz eigenen , ja schon fast romantisch melancholischen Touch verleihen . Ich werde hier an alte HAMMERFALL zu "Glory To The Brave" - Zeiten erinnert ... und die zum Ende des Songs hin eingearbeiteten Sirenenvocals wünschte ich mir öfter mal im Vordergrund .

Gesagt getan . Mit „Angel Of Fire" kommt als dann mein persönlicher Favorit auch gleich mit den eben eingeforderten Sirenenvocals aus den Boxen . Dieser Song sprengt so ziemlich alles was ich von ELVENPATH bisher gehört habe . Der Aufbau ist bis ins kleinste Detail durchdacht , geht Anfangs recht schnell ab , überrascht mit einem phantastischen „Spoken Words" - Mittelpart der eine Wahnsinnsatmoshäre aufbaut um dann die komplette Gitarrenfraktion wie eine wildgewordene Herde tollwütiger Büffel auf den Hörer loszulassen . Die Leadsolos lassen keine Wünsche offen , rasend schnell , dabei aber immer hoch melodisch bohrt sich dieses tierische Massaker in die Gehörgänge . Die Double Bass wummert unaufhörlich und lässt das Metalherz im Dreieck springen . Alter Schalter ... die mehr als 9 Minuten Spieldauer verfliegen bei „Angel Of Fire" in Lichtgeschwindigkeit und man schaut ungläubig auf die Uhr da man auf Grund der Genialität des Stückes diese zeitliche Länge nie und nimmer warnimmt .

„Late At Night" beginnt für ELVENPATH ein wenig untypisch , holprig stampfend , kommt dann jedoch recht flink in die Gänge . Die Vocals von Sänger Tim Zahn agieren hier meist in normalen Tonlagen , klingen ein wenig Party like early Seventies und machen „Late At Night" auf ganz spezifische Weise interessant , da sich die musikalische Untermalung hörbar in neuzeitlichen Gefilden rumtreibt . Dieser Gegensatz hat was . Irgendwie erinnert mich das Stück teilweise an alteSCORPIONS gemixt mit einer Prise Undefinierbarem . Kein ultra harter Headbanger und meiner Meinung nach für Live-Konzerte wohl eher nicht so geeignet aber für den hochwertigen Mix auf "Spyrol" absolut passend .

Als nächstes präsentieren uns ELVENPATH die Ballade „Northern Son" . Diese steht mit einer Länge von über 10 Minuten zu Buche . Hier komme ich dann auch zum ersten und einzigen mal trotz aller Euphorie nicht ganz um eine Kritik herum . Balladen sollten zum einen kompositorisch auf höchstem Niveau liegen und damit Gefühle transportieren können und zum zweiten dürfen sie nicht langweilig werden . Beides trifft auf „Northern Son" nicht zu . Allgemein ist das Stück nicht schlecht , enthält unter dem Aspekt der Länge gesehen , aber viel zu wenig Abwechslung , instrumental und auch gesangstechnisch so gut wie keine Spannungsbögen und verkommt damit regelrecht zur Bedeutungslosigkeit . Hört Euch im Gegensatz dazu mal DEEP PURPLE's grandioses „Child In Time" an und Ihr wisst was ich damit sagen will ! Leser meiner Reviews wissen das ich diese Worte auch schon bei der Besprechung des Demos verwendet habe . Insgesamt hat sich an meiner Einstellung zu „Northern Son" auch nichts geändert . Einzig die Platzierung auf dem Album ist ein Volltreffer da durch die Ballade die Abwechslung auf „Spyrol" gewahrt wird.

Der Rausschmeisser „Act The Innocent" , ein ruhig eingeleitetes Instrumental welches nach kurzer Zeit natürlich wieder alle ELVENPATH - typischen Tempobereiche abdeckt , gibt dem Rezensent abschliessend noch einmal die Möglichkeit in die gesamte Professionalität der Instrumentalisten abzutauchen und diese zu geniessen . Herrlich ...

Was bleibt ? Knapp fünfzig Minuten astreiner Teutonic Power Metal in gewohnt hoher Qualität und eine Scheibe die mit „Burning Skies" , „Priests Of War" und „Angel Of Fire" sogar darüber hinaus noch drei kostbare musikalisch geschliffene Diamanten enthält . Wenn man bedenkt was Edelsteine als unbearbeitete Rohware auf dem internationalen Markt kosten , rechtfertigt der Preis von 10,00 Euro für „Spyrol" wohl ohne Zweifel das Wort Schnäppchen ! Von mir gibt's auf jeden Fall eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und wenn ich auf einer aufsteigenden Skala von 1 - 10 Punkten wählen müsste wäre die 8 Punkte - Note hiermit für "Spyrol" gezogen !

Als kleine Exklusiv-Zugabe hat mir die Band schon jetzt den noch nicht veröffentlichten Song "Enflaming Demands 2007" in einer Instrumental Version zur Verfügung gestellt . Was da an meine Ohren dringt hätte vom Qualitäts-Standard her auch ohne weiteres seinen Platz auf „Spyrol" finden können . Selbst in dieser unfertigen Form , das Stück soll später auch noch mit Gesang belegt werden , würde ich empfehlen das Ding vielleicht als Bonus Track rauszubringen . Ich persönlich mag die instrumentalen Ergüsse der Band , der Rhythmus ist hammermässiger Bangerstoff , das Gitarrenduo zaubert wie immer Gänsehaut Melodien aus den Saiten , Bass und Drums passen wie der sogenannte Schlag auf die Fresse und machen das ganze Teil für die Öffentlichkeit definitiv unverzichtbar .

Vielleicht nehmen ELVENPATH meine Idee zur Zwei-Versionen-Veröffentlichung an ?! Ich würde das begrüssen denn der Song ist auch "unfertig" schon absolute Spitzenklasse ! Unvorstellbar wenn jede deutsche Band die fertigen Songs auf ein solches Niveau bekommen würde - wir wären weltweit die führende Metal Nation !

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BeitragVerfasst am: 14.11.2008 19:57    Titel:


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